Geschichte

Die Geschichte der Gaststätte Peek in Grönheim

Grönheim zählt zu den ältesten Bauernschaften des Oldenburger Münsterlandes.

Der Bauernhof Ennen, Grönheim, wurde um 1823/24 von dem Bauernsohn Jan Wilhelm Peek, geb. 1786 in Dwergte, gekauft. Zunächst haben die Eheleute wohl einige Jahre das Anwesen bewohnt, doch es soll sehr baufällig gewesen sein. Jan Wilhelm Peek und seine Ehefrau Maria Elisabeth geb. Grever aus Hammel-Lastrup rissen das alte Bauernhaus ab und errichteten 1838 einen neuen Fachwerkbau. Die Balken- bzw. Giebelinschriften zeugen von einer religiösen Bindung an den allmächtigen Schöpfer. Sie lauten (Vorderseite Diele): „Ach Gott, gib was uns selig ist, mehr wollen wir nicht begehren und gib, daß wir ohne Hindernis uns christlich mögen ernähren. Im Jahre 1838, den 26. Juni. Alles zur Ehre Gottes.“ An der Hinterseite des Hauses ist zu lesen: „Alles Gute was wir haben, teilt der gute Vater aus. Himmelsgüter, Erden-Gaben, schützt das Vieh und das Haus. Für Gefahr, Feuer und Brand bewahr unser Vaters Hand.“

Jan Wilhelm und Maria Elisabeth Peek betrieben damals in ihrem neuen Haus in Grönheim bereits eine Schankwirtschaft. Das Gründungsehepaar ist gestorben: Jan Wilhelm Peek 1859 und Maria Elisabeth Peek 1884, beide in Grönheim. Aus der Ehe sind 8 Kinder hervorgegangen. Der jüngste Sohn Johann Theodor Peek, erblickte am 02. Mai 1845 in Grönheim das Licht der Welt. Er war der Gründer des bekannten Geschäftshauses Peek & Cloppenburg in Holland.

Das Bauernhaus und die Schankwirtschaft gingen erblich auf den ältesten Sohn Gerd Wilm über, der 1826 geboren wurde. Die Konzession zum Ausschank ist 1884, nach dem Tode seiner Mutter, auf Gerd Wilm umgeschrieben worden.

18381838

Am 17. März 1877 ehelichte Gerd Wilm die 1854 in Varrelbusch geborene Elisabeth Wessels. Sie hatten fünf Kinder. Der jüngste Sohn Bernhard übernahm den Hof und heiratete 1921 Johanna Bixschlag aus Vahren. 1931 erbauten sie neben der alten eine neue Hofstelle und verpachteten im gleichen Jahr das alte Haus mit der Schankwirtschaft an Josef Hagedorn, der eine Wirtshaus-Konzession erhielt.

Nach dem Zweiten Weltkrieg gab es, was das Gebäude anbelangt, eine gravierende Änderung. Der 1924 geborene zweitälteste Sohn von Bernhard Peek, Anton, erbte im November 1951 das alte Fachwerkhaus mit Gastwirtschaft. Er ließ das alte Strohdach, das ortsprägend gewesen war, durch Dachziegel ersetzen.

Vögel hatten das Dach in jedem Jahr arg in Mitleidenschaft gezogen; auch der Brandkassenbeitrag war enorm hoch geworden. 1960 gab der Besitzer Maria Willenborg aus Grönheim sein Jawort.

Im Mai 1971 wurde ein gravierender Eingriff in den alten Baustil vorgenommen. Es wurde an der Straßenseite ein neuer Fachwerkgiebel eingebaut. Die Hausinschrift hiervon lautet: „Im Jahre 1971 Anton Peek, Maria Peek geb. Willenborg, Mai, 14. Nach der Arbeit Müh und Last, gönn dir Ruh und etwas Rast. Sei uns ein willkommener Gast.“

Seit dem 01. Mai 1988 führt der Neffe von Anton Peek, Bernhard Peek, das Gasthaus. Von ihm wurden bereits 1989 zwei alte ehemalige Stallungen zur bekannten „Grönheimer Hütte“ sowie zu einem Clubraum umgebaut. Hier finden sowohl private Feten als auch Familienfeiern statt. Das gesamte Fachwerkgebäude ist 1990 renoviert worden, eine rustikale Neugestaltung der Inneneinrichtung konnte im Dezember 1991 abgeschlossen werden.

Im Jahre 1999/2000 wurde auf dem Hofgelände ein neues Fachwerkgebäude errichtet und Anfang des Jahres 2001 wurde die Diele zu einem Café umgebaut.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

Impressum    -    © 2010 Landcafé Peek
HTML coding powered by htp
letzte Änderung: 07.01.2010